Unsere Reise führte uns weiter nach Angkor Wat und einer Tempelbesichtigung der Superlative.

Die meisten verbinden Kambodscha mit Angkor Wat, Weltkulturerbe und riesige Bauten. So ging es uns auch, bis wir beim Nachlesen erfahren oder verstanden haben was Angkor Wat eigentlich ist. Denn Angkor Wat ist nur ein Teil von einer ganzen Reihe von Tempeln; einer beeindruckender als der andere. Als Angkor bezeichnet man die Region, in der sich die Anlagen befinden. Einen kurzen Auszug aus der Geschichte möchten wir euch noch mit auf dem Weg geben.

Angkor Wat wurde zu Beginn des 12. Jahrhunderts von König Suryavarman II. erbaut. Die Bauzeit betrug schätzungsweise 36 Jahre. Es wird davon ausgegangen, dass dem König Angkor Wat als Tempel wie auch als Mausoleum dienen sollte. Der König Suryavarman gehörte zu der damaligen Zeit dem Vishnuismus an und so sollte Angkor Wat als Verehrungsstätte des Gottes Vishnu dienen. Erst zu einem späteren Zeitpunkt und einem Thronwechsel gegen Ende des 13. Jahrhunderts später, wurde der Tempel unter der Herrschaft von Jayavarman VII zu einer buddhistischen Gedenkstätte. Rings um Angkor Wat entstanden viele „kleiner “ Tempelanlagen. Bis heute ist nicht genau geklärt, aus welchem Grund das riesige Reich so plötzlich unterging. „Wiederentdeckt“ wurden die Tempel erst im 19. Jahrhundert. Der Tourismus fand seine Anfänge in den 1990er Jahren.

Wir erreichten Siem Reap, der Ausgangsstadt zur Erkundung der Anlagen, am frühen Morgen nach einer Nachtbusfahrt. Wir suchten uns zu dritt eine Bleibe und informierten uns wie man Angkor besichtigen kann. Jule ging es leider nicht so gut, weswegen Niko und ich am ersten Tag zu zweit loszogen. Man kann das Gebiet nur zu Fuß (viel zu groß um es zu erlaufen), per Fahrrad oder per Tuk Tuk erkunden. Mit bspw. einem Roller darf man nicht drin herumfahren. Mietet man sich ein Tuk Tuk samt Fahrer gibt es vorgeschlagene Routen, die er dann abfährt. Wir entschieden uns für die „kleine“ Tour, welche 5 Tempelanlagen beinhaltet. Wobei auch die große Tour nicht mehr Anlagen anfährt. Der Unterschied liegt viel mehr an der Strecke. Jedenfalls begannen wir nach dem Ticketkauf mit Angkor Wat. Sozusagen ein Highlight gleich zu Beginn. Es ist wirklich sehr beeindruckend. Man kann sich kaum vorstellen wie die Wiederentdecker sich gefühlt haben müssen, als sie das sahen. Mit Reiseführer als Guide bewaffnet zogen wir durch die Anlage und bestaunten wie viel Arbeit darein gesteckt sein musste. Fast alle Wände, Mauern oder Säulen weisen Verzierungen auf.

Nicht so schön waren dagegen die zahlreichen Händler, die recht aggressiv versucht haben, etwas zu verkaufen. Auch die Kinder, die eigentlich in der Schule sein müssten, waren sehr hartnäckig. Unsere Besichtigung führte uns einmal durch die komplette Anlage und zurück. Der nächste Tempel auf der Liste war Angkor Thom. Die Anlage war der Regierungssitz des Reiches. Nach Angkor Wat muss man aber seine Erwartungen wieder etwas zurückschrauben, wenn auch dieser Tempel beeindruckend ist 😉

Am dritten Tempel (Ta Keo) angekommen wurde uns langsam bewusst wie groß Angkor eigentlich ist. Der Tempel an sich war wohl der unspektakulärste, wobei unsere Laune etwas in den Keller rutschte, weil wir so langsam Hunger bekamen. Daraufhin entschieden wir uns an der nächsten Anlage etwas zu Essen.

Da nun Ta Prohm auf dem Plan stand, waren auch genug Touristen und somit Stände verfügbar. Gestärkt begaben wir uns in den für uns schönsten Tempel. Bereits die vielen Menschen am Eingang zeigten uns, dass es sich um etwas Besonderes handeln musste (wir hatten ja vorher keine Ahnung, was uns wo erwartet). Es stellte sich heraus, dass sich hier die Natur ein Stück zurückgeholt hatte. Besonders die riesigen Bäume waren überwältigend/beeindruckend.

Unser letzter Tempel war nahezu menschenleer und wir konnten somit den Besichtigungstag entspannt ausklingen lassen. Zurück an unserer Unterkunft berichteten wir Jule von unserem Tag und hoffen, dass sie morgen wieder fit ist, damit sie mitkommen kann.

Eigentlich wollten wir tags darauf zeitig starten, um eine eigene Tour mit dem Fahrrad zu machen, aber irgendwie ging das in die Hose. Somit setzten wir uns diesmal zu dritt wieder zu Mab, unserem Fahrer vom Vortag, ins Tuk Tuk und besprachen mit ihm eine eigene Tour. Im Grunde lief es darauf hinaus, dass wir die große Tour fuhren, aber zusätzlich noch Ta Prohm hinzufügten. Wir starteten wieder bei Angkor Wat und zogen dann durch ein paar andere Tempelanlagen.

Wir fühlten uns diesmal aber etwas gehetzt, denn Mab hatte uns vorgeschlagen uns noch zu den schwimmenden Dörfern zu fahren. Was wir aber erst viel zu spät von ihm erfuhren war, dass man noch ein Boot braucht, um die Dörfer zu sehen und das war ziemlich teuer. Somit bestaunten wir die Tempel relativ schnell, aber ohne am Ende noch zu den Dörfern zu fahren.

Aber so hatten wir schlussendlich noch Zeit, um uns um ein Busticket für den nächsten Tag zu kümmern und uns Siem Reap etwas anzuschauen.

Wir ließen den Tag mit einem Bier ausklingen und verarbeiteten das Gesehene.

Zeitraum 16.12.2017-21.12.2017

1 thought on “Kambodscha Teil 2

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.