Unserer Reise führt uns weiter nach Vang Vieng.

Vang Vieng ist eine nicht so hübsche Stadt, hat einen schlechten Ruf und ist voller Touris. ABER ringsherum ist eine wunderschöne Landschaft sobald man über die Brücken raus aus der Stadt geht. Die Reise dort hin war auch echt hart. Wir saßen diesmal ganz hinten in einem Minibus. Beinfreiheit war null und die Fahrt kurvenreich und holprig. Die Landschaft hat aber so machen blauen Fleck wieder wett gemacht. Es ist so oft zum Träumen schön.

Witzig war jedoch, dass unserer Bus von einem Kamera-Team angehalten wurde und wir mitten in der Show waren. Ab 2018 sind wir wohl bei einer Ausgabe von Asien Express 🙂

Vang Vieng hatte bis 2012 ein richtiges Drogen-, Alkohol- und Partyproblem. Touristen kamen aus aller Welt hierher um auf dem Nam Song zu „Tuben“ und sich dabei um den Verstand zu trinken, Happy Cochtails zu schlüfern, Happy Pizza zu essen oder einfach einen zu rauchen… Dies artete dann so sehr aus, dass alleine im Jahr 2011 27 Touristen beim Tuben starben. Aufgrund der schlechten Presse machte sich die Regierung ein Bild von der Lage. Daraufhin wurden fast alle Bars entlang des Flusses abgerissen und Polizei eingesetzt um den Drogenkonsum in den Griff zu bekommen.

Wir fanden eine doch ruhigere aber partyfreudige Stadt vor, die im Stadtkern vollgestopft mit all möglichen Touranbietern, Bars und Restaurants ist. Wirklich nicht sehenswert. Jedoch wie oben schon genannt, man geht einige Meter und ist mittendrin in wunderschöner Natur, tollen Aktivitäten, die man natürlich auch ohne Tourenanbieter absolvieren kann. Es gefiel uns so gut, dass wir sogar eine Nacht länger blieben.

Der erste Tag bestand darin, die Stadt etwas kennenzulernen. Wir trafen früh beim Frühstück einige Deutsche und unterhielten uns lange, sodass wir erst gegen Mittag gestartet sind. Am Nachmittag stand für uns das bekannte Tubing an. Es war cool, aber vom Hocker hat es uns jetzt nicht gerissen. Die anderen Tage verbrachten wir aktiv auf dem Rad und an der Bergwand.

 

Wir suchten uns einen Fahrradverleih und starteten einen (Fahrrad-)Loop. Die Räder waren wesentlich besser als auf Cat Ba und wir kamen gut voran. Bekannt ist die Region für die vielen Höhlen und natürlichen Pools. Für einige Zeit hielten wir an der Lagune 3 und sprangen ins Wasser.

Am Abend ging es noch rauf auf einen View Point um den Sonnenuntergang zu genießen. Zum Glück hatten wir unsere Stirnlampen dabei und konnten sicher im Dunkeln nach unten steigen und zurück zu unserer Unterkunft radeln.

Am letzten Tag stand unser absolutes Highlight an. Ich wollte schon seit geraumer Zeit mal Klettern und hier bot es sich an einen Einsteigerkurs zu besuchen. Es war das Beste, was wir seit langer Zeit gemacht haben. Wie das klingt … irgendwie machen wir oft ziemlich schöne Dinge. Aber das war einfach nur mega genial, wenn auch ein wenig anstrengend. Robin ist gefühlt rauf als hätte er noch nie etwas anderes gemacht.

Dann hieß es ab in die Hauptstadt Vientiane. Da haben wir so gut wie nix gemacht außer Pläne geschmiedet. Es ist ein „kleines“ Städtchen mit einem schönen Blick auf Thailand und hübschen Häusern. Nach 2 Tagen zogen wir bereits weiter. Nach einer siebenstündigen Busfahrt kamen wir in dem kleinen Örtchen an. Wir wurden an einer Brücke aus dem Bus ausgeladen und in ein Songthaew eingeladen, um unser Zielort Ko Long 45 Minuten später zu erreichen. Das Gefährt war zu voll und wir verbrachten die erste Zeit auf der Kante.

Der Ort ist bekannt für seine wunderschöne Höhle. Diese ist 7,5 km lang und kann nur per Boot durchquert werden. Es war stockfinster da drin und wahnsinnig schön. Eine besonders schöne Stelle wurde rausgeputzt, mit Beleuchtung, Schildern und Wegen. Hier mussten wir ausstiegen, damit unser Bootsfahrer das Boot über ein paar Steine ziehen kann, während wir die Höhle begutachteten. Nach diesem Stopp fuhren wir weiter. Es konnte jedoch nicht anders kommen und mitten in der Höhle ging der Motor unseres Bootes aus und nicht mehr an. Unserer Bootsfahrer wartete auf einen anderen und wir wurden umgeladen.

Manchmal muss man das Boot verlassen und durch das Wasser stapfen da dieses zu niedrig ist. Wir halfen dem Bootsfahrer das Boot über die flachen Stellen zu ziehen und stiegen wieder ein. Am Ende der Höhle begrüßt einen eine wunderschöne grüne Flusslandschaft. Es kam uns vor als wären wir auf einmal in einer anderen Welt.

Am zweiten und letzten Tag liehen wir uns Räder aus, um die Gegend noch etwas zu erkunden. Die Räder erwiesen sich wieder mal als schrecklich und Robin hatte eine riesige Acht und ne springende Kette. Also drehten wir nur eine kleine Dorf- und „Überlandtour“ und waren nach ca. 10 km wieder an unserer Unterkunft.

Wir genossen den Rest des Tages in der Hängematte und ärgerten uns über unseren Vermieter in Singapur der unsere Airbnb Wohnung für Silvester einfach storniert hat. Wir suchten also akribisch nach etwas neuen und warteten nun ab. Nach mehreren ausgebliebenden Antworten und einer Absage mit der Begründung er vermietet keine Wohnungen mehr da die Gesetzte geändert bzw verschärft wurden, kam uns das Gespräch mit einem jungen Mann, der aus Singapur kommt, in den Sinn. Er war ganz erstaunt, dass wir eine Wohnung in Singapur gemietet haben und meinte so im Nebensatz, dass es eigentlich nicht erlaubt sei. Nach einigen hin und her haben wir uns dann gegen AirBnb und für eine andere coole Sache entschieden. Diese verraten wir hier aber noch nicht. 🙂

 

3 thoughts on “Wunderschöne Tage in Vang Vieng und in Zentrallaos

  1. Das Geheimnis der neuen Unterkunft kennen wir ja nun schon. Wahrscheinlich, damit ich nicht „platze“ 🙂
    Sieht sehr verrückt aus.

  2. Liebe Julia, lieber Robin,
    haben gerade mal wieder geschaut, was ihr denn in den letzten Wochen so alles erlebt habt. cool- macht weiter so! Mit der geplatzten Unterkunft in Singapur ist ja sehr blöd, sind aber gespannt, was ihr da nun macht. Ihr wolltet da ja auch Freunde treffen, oder ? Na ja das wird schon alles.
    Falk und ich wünschen euch erstmal ein „etwas anderes“ frohes Fest und kommt gesund und munter ins Abenteuerjahr 2018:-)
    „Bleibe nicht, wo du das Glück suchst, sondern gehe dorthin, wo du es findest .“

    1. Nach unserer Weihnachtspause melden wir uns endlich wieder zurück. Inzwischen haben wir wieder neue Erlebnisse gesammelt und wie vermutet nicht allein. Seit mitte Dezember haben wir Deutschlandbesuch und sind in Westmalaysia unterwegs. Weihnachten und Silvester haben wir gut überstanden. Der Singapurersatz folgt demnächst. Ab übermorgen bleiben wir ein paar Nächte an einem Fleck und da können wir hoffentlich ein bisschen was aufarbeiten. 🙂

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