Von der Insel Penang mit George Town fuhren wir mit dem Katamaran auf die Insel Langkawi. Die See war ruhig und die 3h vergingen ziemlich fix. Von Langkawi hatten wir sehr hohe Erwartungen, da wir hier viel schönes gehört hatten. Wahrscheinlich deswegen fiel es uns schwer anzukommen.

Nach einem kurzen Mittag am Bootsterminal trennten sich unsere Wege. Claudi und Patrick zogen in ihre echt verrückte Jahresurlaubsunterkunft und wir liehen uns einen Roller, um mit Sack und Pack zu unserer Unterkunft zu fahren. Diese war relativ weit vom Schuss, aber das war uns lieber als im touristischen Zentrum der Insel. Wir erkundeten noch ein wenig die Strände bei uns um die Ecke und fuhren noch auf den Nachtmarkt. Dieser findet täglich statt, wechselt aber je nach Wochentag den Ort. Dort haben wir so lecker und günstig gegessen wie noch nie in Malaysia. Für unter 5€ für beide mussten wir beinah das Moped anschieben, so voll waren wir 😀

Tags darauf startetet wir die erste größere Erkundungstour. Noch hat uns die Insel aber nicht überzeugt. Natürlich haben wir wunderschöne Ecken entdeckt, aber irgendwie noch nicht die, die die Insel besonders macht. Nachmittags kehrten wir in Claudis und Patricks Super-Unterkunft ein. Als es bereits dunkel war, fuhren wir wieder zu uns und ließen den Tag mit einem Bierchen ausklingen, denn Alkohol ist auf der Insel aufgrund fehlender Steuern ziemlich günstig. Am dritten Tag verabredeten wir uns mit unseren beiden Besuchern, um gemeinsam auf der Skybridge entlang zu laufen. Diese ist die größte freischwebende und geschwungene Brücke der Welt, wie es auf der Homepage so schön heißt.

Man kommt eigentlich nur mit der Seilbahn hoch. Wanderwege o.ä. gibt es dafür (offiziell) nicht. Wir wollten so zeitig wie möglich oben sein, damit wir den Massen entgehen. Aber da machten uns „Wartungsarbeiten“ einen Strich durch die Rechnung. So mussten wir 2,5h rumbekommen, denn an dem Tag ging die erste Gondel erst 12 Uhr. Im Ticketpreis sind verschiedene „Attraktionen“. Nichts was wir extra bezahlen würden, aber da es mit drin ist und wir Zeit hatten, haben wir es mitgenommen.

Endlich oben angekommen genossen wir zunächst den traumhaften Ausblick auf die Insel. Das Wetter meinte es gut mit uns. Von der Skybridge waren wir eigentlich etwas enttäuscht. Zu hoch waren die Erwartungen, zu klein die Brücke „in echt“.

Aber war trotzdem nett.

Wieder unten angekommen, entspannten wir noch am anliegenden Strand bevor es abends abermals auf den Nachtmarkt ging.

Für Tag 4 hatten wir für Patrick eine Überraschung parat. Er wollte gern eine Jetski-Tour mit uns machen und die haben wir ihm kurzerhand zum Geburtstag geschenkt. Damit er und Claudi nicht alleine fahren müssen, haben wir uns der Tour angeschlossen. Nach anfänglichen starkem Wellengang auf unserer Jetski-Seite wurden wir langsam warm mit dem Gefährt.

Das Fahren hat schon sehr viel Spaß gemacht, aber noch einmal würden wir die Tour nicht machen. Dafür steuert man zu viele Touristenorte an und alles wirkt wie Massenabfertigung. Das war so gar nicht unser. Ein Pärchen aus Israel schafften es sogar ihr Fahrzeug umzukippen. Bis auf einen kurzen Schock ist aber nichts passiert und es war eine witzige Situation.

Auf dem Rückweg begann es dann zu regnen und trotz der feinen Nadelstiche auf der Haut, rauschten wir mit knapp über 60km/h übers Wasser. Etwas nass an unserer Unterkunft angekommen hatten wir endlich mal wieder Zeit, ein paar Videos zu bearbeiten.

Der nächste Tag startete erst gegen Mittag so richtig, denn da wurden wir von Peter Höfinger abgeholt. Peter ist gebürtiger Österreicher und lebt seit fast 20 Jahren auf der Insel. Er veranstaltet verschiedene Touren über die Insel. Wir entschlossen uns für die Mangroven-Tour.

Dabei fuhren wir mit dem Boot nah an den Wäldern entlang. Er berichtete mit Herz und Leidenschaft viel über die Pflanzen, die Insel und die Umwelt. Von ihm lernten wir, dass Mangroven besonders wichtig sind, denn diese nehmen auf den m² gesehen das meiste CO2 auf. Außerdem beherbergt die Pflanze jede Menge Seafood und es ist die einzige Pflanze auf der Welt, die Salzwasser in Süßwasser wandeln kann. Wie genau sie das schafft, ist bis heute nicht 100% erforscht. Aber natürlich wird diese so nützliche Pflanze vom Menschen abgeholzt oder für Shrimp-Farmen missbraucht. Gegen Ende der Tour durfte jedes Pärchen noch seine eigene Pflanze „gebären“ und damit trugen auch wir zur Aufforstung bei. Hoffentlich wächst und gedeiht unser Bäumchen auf Langkawi gut 🙂

Bei unserem letzten Tag auf Langkawi ließen wir es ruhig angehen. Wir liefen zum Durian-Wasserfall und besuchten ein letztes Mal unsere Kurzzeitreisebegleitung bevor es abermals auf den Nachtmarkt ging. Claudi und Patrick blieben noch ein paar Tage länger auf Langkawi, während wir am 14.01. die Insel verließen.

Samt Gepäck ging es auf dem Roller zurück zur Fähre und an Land, um von dort zwei der noch über 40 verfügbaren Sitzplätze (so der Stand vom Vorabend) zu ergattern, um nach Kuala Lumpur zu gelangen. An der Busstation kam dann die böse Überraschung: keine freien Plätze mehr verfügbar. Erst für den Bus 4h später gab es noch etwas … die Stimmung war kacke. Glücklicherweise fand ich 2 Busunternehmen, die noch jeweils 1 Sitzplatz hatten. Ich kaufte beide Tickets und eine nette Dame eines der Unternehmen half mir, jemanden zu finden, der sein Ticket gegen eines von uns tauschte. Es war ein absoluter Glücksgriff, dass tatsächlich einer bereit war und wir dann sogar mit die besten Plätze im Bus bekamen. Die Fahrt dauerte eine gefühlte Ewigkeit und statt 7h fuhren wir 9h, sodass wir erst gegen 22 Uhr unserer AirBnb-Wohnung ankamen. Dafür wurden wir aber mit einer traumhaften Wohnung entschädigt. Die war nicht nur riesengroß, sondern hatte auch einen Infinity-Pool auf dem Dach – absolut top.

Der 15.01. war unser letzter voller Tag in Malaysia. Wir gingen auf die Suche nach einem neuen Joby, denn das alte war kaputt gegangen. Außerdem brauchten wir noch Kleinigkeiten und so zogen wir ein bisschen durch die Stadt und die Malls. Da wir Kuala Lumper bereits von unserem letzten Besuch kennen, konnten wir auf Sightseeing verzichten, auch wenn wir dafür gern noch mal etwas Zeit genommen hätten. Aber ich denke, das wird nicht unser letzter Besuch in Kuala Lumpur und Malaysia gewesen sein.

Achterbahn im Einkaufzentrum

Zeitraum 08.01.2018-16.01.2018

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.