Angekommen in der bevölkerungsreichsten Stadt der Welt und willkommen auf den Philippinen.

Nach unserer tollen Unterkunft in Kuala Lumpur und überhaupt nach dem schönen Malaysia, traf uns erst einmal der Schlag. Die Stadt Manila … zu viel von allem und das Zimmer von allem zu wenig. 🙂 Willkommen zurück im Backpacker-Leben. Nach einer Eingewöhnung von einem Tag auf der Wohlfühl-Terrasse vom Hostel haben wir uns wieder schnell an das schmale Budget gewöhnt.

Von Manila selbst haben wir nicht viel gesehen und irgendwie hatten wir auf die Stadt auch keine Lust. Wir verbrachten die zwei Tage so gut wie nur auf der Terrasse des Hostels und planten unseren Trip für die kommenden nächsten 3 Wochen. Wir lasen viele Beiträge, sahen Dokus und nahmen hier und da einen Tipp entgegen. So kam es, dass wir mit einem Plan im Kopf und ein paar Flügen im Gepäck am 18.01.18 in den Nachtbus Richtung Donsol stiegen.

Die Fahrt mit dem Bus war eine unserer schrecklichsten überhaupt. Der Busfahrer war etwas zu verrückt und hat auf regennasser Fahrbahn im Dunkeln die krassesten Überholmanöver getätigt und das auf einer Strecke die Gefühlt nur aus Kurven bestand. Nach einer größeren Pause mitten in der Nacht und einen Fahrerwechsel ging es etwas „vorsichtiger“ voran und wir konnten unsere Augen ein wenig schließen. Am frühen Morgen kamen wir ohne schrammen an unserem Ziel, dem kleinen Städtchen Donsol, an. Wir organisierten uns ein Tricycle, fuhren zur Unterkunft und schliefen erst einmal. Da das Wetter auch sehr regnerisch war konnten wir uns die kleine Pause gönnen.

Donsol von Oben

Am Nachmittag machten wir uns auf in Richtung Tour Office. In Donsol kann man nämlich mit Walhaien schwimmen, den größten Fischen der Welt. Nach einem Gespräch mit den Guides stellte sich bei uns jedoch Ernüchterung ein. Sie berichteten uns, dass aufgrund einiger Stürme in jüngster Zeit (von denen wir die Ausläufer in Vietnam und Kambodscha gemerkt hatten), zur Zeit keine Wahlhaie gesichtet wurden. Wir gaben jedoch unsere Nummer und sie versprachen uns, sich zu melden, falls sich dies in den kommenden Tagen ändern sollte. Man kann es nicht glauben, aber bereits am nächsten Tag bekamen wir eine SMS … sie haben heute Morgen einen Wahlhai gesichtet. Da das Wetter gut war, packten wir unsere Schwimmsachen und berichteten dieses Ereignis auch noch der französischen Familie in unserer Unterkunft. Sie Packten auch gleich ihre Sachen und gemeinsam zogen wir Richtung Office los. Man muss noch kurz erwähnen, dass max. 6 Personen auf ein Boot dürfen. Natürlich kann man auch ein Boot für sich haben, aber das kostet natürlich mehr, da man pro Boot und nicht pro Person bezahlt. So waren wir froh uns ein Boot teilen zu können und Geld zu sparen. Ja, aber was will man sagen … wir hatten nicht so viel Glück wie unsere Vorgänger am Morgen. Etwas traurig gingen wir nach unserer 3 stündigen Fahrt auf dem Boot aufs Festland zurück.

Auf der Such nach den Walhaien

Na ja, manchmal soll es halt nicht sein. Jedoch würden wir immer wieder diese Tour mitnehmen und jedem abraten die Tour auf Cebu bzw. Oslob zu unternehmen. Denn dort werden die Walhaie das ganze Jahr über angefüttert. Dadurch verlieren sie ihren natürlichen Rhythmus und ziehen nicht mehr weiter.

Am nächsten Tag war das Wetter noch viel besser und andere Leute aus unserer Unterkunft hatten das Glück und haben gleich mehrere Walhaie gesehen und konnten mit denen eine Runde im Meer drehen. Vielleicht haben wir auf unserer Reise noch einmal die Gelegenheit und das Glück; mal schauen.

Sonnenuntergang Donsol

Wir zogen tags darauf weiter nach Legazpi und dem aktivsten Vulkan auf den Philippinen. Der Vulkan machte zu unserer Anreise seinem Namen als aktivster Vulkan alle Ehre. Vor unseren Augen spuckte der Riese eine Menge Lava aus.

Es war ein wahnsinniges Naturschauspiel. Selbst die Einheimischen bestaunten das Spektakel und fotografierten wie wild. Ein netter Kroate berichtete uns noch über ein Gespräch mit einer Einheimischen die Jahrelang am Fuße des Vulkans gelebt hat und vor einigen Jahren umgesiedelt wurde. Selbst sie, die ihr Heim aufgeben musste, war laut seinen Angaben fasziniert.

Vulkan bei Nacht

Für uns hieß es jedoch auch, dass unserer Flieger uns nicht an unseres nächstes Ziel Cebu City bringen wird, von wo wir nur noch die Fähre nach Bohol hätte nehmen müssen. Alle Flüge von Legazpi waren um 5 Tage verschoben. Der ganze Flughafen war gesperrt und kein Flieger ging rein oder raus. Also hieß es für uns auf den Landweg die Insel Bohol zu erreichen. Damit wurde aus einem 1 stündigen Flug eine 2 ½ tägige Reise quer durch das Land. Zum Anfang war ich sehr traurig darüber, denn diesen Plan hatte Robin schon einmal angebracht und ich hatte nach der Erinnerung an die Nachtfahrt so gar keine Lust auf solch eine lange Reise. Im Nachhinein war es einfach genial, wunderschön und super interessant.

Wir starten unsere Reise am Nachmittag. Wir machten uns auf nach Pilar um von dort die Fähre auf die Insel Masbate zu bekommen. Auf dieser Fahrt lernten wir einen netten Filipino kennen und unterhielten uns mit ihm. Während wir so fuhren stoppte das Fährschiff auf einmal so abrupt, dass es sowas von ins Wanken kam, man kann es gar nicht in Worte fassen. Der Filipino hatte so etwas auch noch nie erlebt und nach einer ganzen Weile und 0 Infos was geschehen war fuhren wir weiter.

Das Meer bei Nacht

Am späten Abend und einer Adresse für eine Unterkunft in der Hand, die uns eine nette Frau einfach so noch gegeben hat, kamen wir an unserem ersten Zwischenziel an. Wir zogen zu dritt los und suchten nach dieser Unterkunft, die uns empfohlen wurde. Diese war leider ausgebucht, jedoch hatte die nächste Unterkunft ein Platz für uns und wir konnten unser Zimmer nach einem langen Tag beziehen. Ja, leider nur für uns. Wir wollten dem Filipino den Vortritt lassen, aber er meinte, für ihn ist es leichter etwas zu finden und überließ uns das Zimmer. Einfach super nett und mit viel Dankbarkeit unsererseits trennten sich hier nun unsere Wege.

Nach einer kurzen Nacht ging es am nächsten Tag mit dem Bus der Fähre und anschließend mit dem Bus nach Cebu City. Das Ganze nennt sich auf philippinisch „Roro“. Wir lernten ein nettes französiches Paar kennen, die wie wir 9 Monate unterwegs sind, nur in entgegengesetzter Richtung. Die Zeit auf der Fähre ging recht fix und wir kamen gegen späten Abend in Cebu City an, suchten uns mal wieder eine Unterkunft, aßen noch etwas und fielen ins Bettchen.

Zweite Fähre

Nach einer weiteren kurzen Nacht ging es nun zu unserer letzten Fähre. Diese brachte uns endlich an unsere Ziel. In Bohol angekommen liehen wir uns einen Roller aus und ab ging die Fahrt auf die Nachbarinsel Panglao zu unserer Unterkunft. Dort angekommen traf uns der Schlag. Zuerst wurden wir gar nicht erwartet, da der eigentliche Vermieter verstorben war und die Angehörigen keinen Zugang zu dem Booking.com-Konto hatten und die Unterkunft selber war einfach nur gruselig. Nach einem kurzen Gespräch konnten wir zum Glück ohne eine Nacht zu bezahlen wieder abfahren. Für uns hieß es nun neue Unterkunft suchen. Während eines Mittagessen wurden wir Agoda fündig und fuhren da hin. Oh man … endlich angekommen. Für uns ging es sofort an den Strand. Ernüchterung stellte sich auch hier ein. Irgendwie war der Strand nicht so weiß wie wir uns ihn auf den Philippinen immer vorgestellt haben (zumal der Strand auch noch White Beach heißt ;-)).

Das Wasser war nicht so glasklar und die Sonne hat auch nur mäßig geschienen. Unsere Erwartungen waren zu weit oben. Immer sieht man auf Fotos, Zeitschriften und im TV  „die wahnsinnigen schönen Strände“, der Philippinen. Irgendwie hatten wir da echte Schwierigkeiten mit den Philis. Jetzt fast 7 Wochen später können wir gar nicht mehr verstehen wieso wir so enttäuscht waren. Die Fotos sind genial und die Erinnerungen einfach nur wunderschön. Manchmal sind durch die ganzen Berichte, die wir in Vorbereitung auf ein Land lesen auch schädlich. Vielleicht war auch der Start mit Manila einfach zu verrückt; man weiß es nicht. Das Wichtigste ist jedoch, dass wir uns dann noch sehr wohl auf den Philippinen gefühlt haben und gerne zurück kommen.

Zeitraum: 16.01.2018- 26.01.2018

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