Panorama-Route

Panorama-Route… was will man sagen, Blyde River Canyon drittgrößter Canyon der Welt und Natur pur. Aber nun mal ganz vom Anfang.

Nach unserem Ausflug in den Pilanesberg Nationalpark sind wir über 500km durch das Land gefahren, um uns ein paar Tage auf der Panoramastraße zu bewegen. Einquartiert haben wir uns in Graskop, einem kleinem Städtchen am Anfang der Route. In einer kleinen Ferienwohnung mit Selbstverpflegung verbrachten wir 2,5 Tage und haben dieses wunderschöne Fleckchen Erde per Auto und zu Fuß besucht.

Der erste Tag bestand darin die Straße rauf und runter zu fahren, ein- und auszusteigen und zu staunen.

Wir starteten unsere Tour früh am Morgen, mit Sonnenschein und nach der 4. Kreuzung begrüßte uns ein Nebel wie im Horrorfilm :). Es war einfach Wahnsinn wie schnell der Nebel von a nach b zog und aus den tiefen empor stieg. Mit Worten ist echt schwer zu beschreiben und ein Foto haben wir leider nicht gemacht. Nur Video 🙂

Aus diesem Grund war unserer erster Stopp „The Pinnacle“ nicht möglich. Alles voller Nebel und nix zu sehen. Also ging die Fahrt weiter. Zweiter Stopp „God’s Window“, gleiches Schauspiel. Dritter Stopp super Sicht und die „Berlyn Falls“ vor unseren Augen.  Ein etwas kleinerer Wasserfall mit absolut leuchten grüner Landschaft.

Berlyn Falls

Nach dem ersten Stopp mit Sicht, ging es weiter Richtung Visitor Center und den „Bourke’s Luck Potholes“. Bei den Potholes handelt es sich um Auswaschungen im Gesteinsbett. Diese entstanden über jahrtausendlanger Arbeit, von Wassersprudeln mit Sand und Steinen die als Schmirgel, Löcher in das Flussbett gegraben haben; ein wunderschönes Naturschauspiel. Wir informierten uns hier auch gleich über den Walk den wir am nächsten Tag gemacht haben.

Photholes
Bourke`s Luck Potholes
Bourke`s Luck Potholes

Wir fuhren die Straße weiter Richtung Norden und kamen am nächsten Aussichtspunkt den „Loweld View“ an. Wir verweilten eine ganze Zeit und bestaunten die Felsen, Natur und beobachteten den kleinen Klippschliefer. Er ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und lag auf einem Felsen wie er eben lag.

Klippschliefer
Lowveld View

Da die Fahrt noch nicht zu Ende war, stiegen wir erneut ins Auto und peilten den letzten Punkt „Drie Rondawels“ mit dem Blydepoort Dam an. Auch hier wurden wir nicht enttäuscht und schauten auf eine malerische Landschaft. Die „Three Rondawels“ sehen den südafrikanischen Rundhütten mit ihren Kegeldächern verdammt ähnlich. Sie haben ihre Namen nach den zänkischsten Ehefrauen von Chief Maripi Mashile erhalten.

Three Rondavels

 

Blick auf Blydepoort Dam

Na wer hat diese Landschaft schon auf dem Computer gesehen? Nun wisst ihr auch woher dieses wunderschöne Bild stammt.

Der Tag wurde immer schöner und von Nebel war kaum noch etwas zu sehen. Somit konnten wir unsere ersten Stopps nachholen und besuchten diese nun in der entgegengesetzten Reihenfolge. Seht selbst!!!

 

Die Pinnacle waren nun zum Schluss dran und wir sahen auf die bizarren Felsformation, die Hochhäusern ähnelten oder – wie wir fanden – der Sächsischen Schweiz. Ein wunderschöner Tag mit Natur pur ging zu Ende und wir bereiteten uns auf den nächsten Tag vor.

The Pinnacle

 

Nun ging es endlich los. Wir haben uns ja schon am Vortag über den „Belvedere Day Walk“ informiert. Also wieder rein ins Auto und ab zum Blyde River Canyon Nature Reserve und los.

Na ja mit Los war es nicht ganz so… Erst fanden wir den Weg zum Trail nicht, falsche Richtung okay umdrehen. Die Beschreibung war etwa so:  an der ersten Brücke rechts und dann könnt ihr starten. Hm, es waren gleich 2 erste Brücken, und ähm war es rechts oder links, Mist was sagte die nette Dame nochmal. Hm, okay probieren wir es hier mal. Hm, ging nicht weiter. Dann doch die andere Richtung. Ah, cool das Schild lag am Boden und deshalb nicht mehr sichtbar. Aber ja fein, nach 20 Minuten endlich den Startpunkt gefunden, jetzt kann es los gehen.

Der Weg wurde als anspruchsvoll beschrieben, aber zu Beginn ging es erstmal nur geradeaus; total easy. So kamen wir ins Grübeln ob wir richtig sind, Handy sagte em hm, ne glaube ist der Weg, der geschlossen ist bzw. ins nichts verläuft. Die Karte, die wir bekommen haben, war nicht so besonders und ich habe mich eh nicht damit beschäftigt. Okay na dann müssen wir nochmal zurück. Also nochmal zurück um festzustellen alles richtig; also wieder zurück.

Ja und nach ca. einer Stunde laufen ging es bergab und bergab. Kleine Passagen hoch aber zu 89% runter. Jetzt verstanden wir auch wieso es überall hieß der Weg sei anspruchsvoll. Eigentlich ging der Weg zu einem alten Wasserkraftwerk, was das größte zu seiner Zeit auf der Südhalbkugel war. Es ging jedoch ein Weg nach unten zu den Wasserfällen … ja der gefällt uns. Also wirklich noch weiter runter gefühlt in die Tiefe des Canyon. Es war atemberaubend, das Wasser, die Geschwindigkeit und die Kraft der Natur. Wahnsinn…

Wasserfall innerhalb des Canyon

Wasserfall innerhalb des Canyon

Durch unseren verspäteten Start und dem Wissen den Canyon wieder herauf zu müssen, machten wir eine kurze Rast und gingen zurück. Auf einmal ein Schrei angsteinflößend und gleich nochmal. Oh, was war das? Wir schauten uns ratlos an. Okay, Ruhe bewahren, tief einatmen und schnellen Schrittes weiter rauf. Ah da, eine Affen-Familie etwas tiefer im Busch. Schwarz und immer noch brüllend ganz nach dem Motto weg mit euch, mein Gebiet und meine Familie. Okay nach einigen Metern war die Gefahr gebannt und wir sind die erste steile Strecke ziemlich schnell oben gewesen. Natürlich hätten wir gerne Fotos gemacht, aber dafür war meine Angst und Adrenalinspiegel zu hoch.

Also liefen wir bergauf und bergauf und ließen den wunderschönen Wasserfall sowie das innere des Canyons hinter uns. Bald waren wir am oberen Zipfel angelangt. Die Beschreibung hatte recht. Es war etwas anstrengend, jedoch absolut machbar und ein wunderschöner Tag mit unbeschreiblichen Glücksmomenten, die uns von der Natur beschert wurden.

Blick zu den Wasserfällen, nach einigen Metern bergauf

 

Am letzten Tag unseres Aufenthaltes auf und an der Panorama-Route standen die „Lisbon Falls“.

Lisbon Falls

 

Danach ging es über die ganze Panorama-Route durch malerische Landschaft in die Nähe des Krüger Nationalparks. Wir verbrachten einen ruhigen Tag in der Country Lodge in der Nähe bzw. im Feld von Hoedspruit.

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