Vier Tage Krüger Nationalpark

Nun war es endlich soweit und nachdem wir die Panorama-Route verlassen haben ging es ab in den Krüger Nationalpark. Es der größte Nationalpark hier und er misst 19485 km².

Wir starteten die erste Tour vom Orpen Gate und gleich nach dem Verlassen der Hauptwege begrüßte uns eine Löwen-Familie. Sie lagen faul am Wegesrand und ließen sich von uns bestaunen und fotografieren. Ja, Wahnsinn noch nicht mal eine Stunde im Park und zack die ersten Löwen in freier Wildbahn. Nach einer langen Besichtigung und einem breiten Lächeln im Gesicht ging die Fahrt weiter.

Nach einer kurzen Weile sahen wir dann auch schon die nächsten Tiere: Elefanten. Diese blockierten im Gegensatz zu unserem ersten aufeinandertreffen nicht auf der Straße und liefen ganz gemütlich am Wegesrand entlang, fraßen und liefen gemütlichen Schrittes weiter.

Der Tag verging wie im Flug. Wir sahen wunderschöne Giraffen und auch unsere ersten Büffel und Wildhundbabys. Zunächst mussten wir den Park noch verlassen und zu unserer Unterkunft in der Nähe des Phabeni Gate. Wir kamen vor Einbruch der Dunkelheit in unserer Backpacker Unterkunft an. Wir bezogen dort ein kleines Zelt mit Bett. Nun ja, die Unterkunft war wie eine typische Backpackerbleibe mit einer tollen Anlage und Gemeinschaftshaftplätzen. Da es für uns aber ein langer Tag mit hunderttausend Eindrücken war, ging es für uns nur noch ab ins Zelt.

Am Tag zwei unserer Tour durch den Park starteten wir gegen 5:30 Uhr. Heute bezogen wir auch unsere Hütte im Camp Pretoriuskop.

Da wir vom ersten Tag sehr verwöhnt waren, kam uns die Zeit ewig vor bis wir endlich auf Tiere gestoßen sind. Das Warten und Schauen hat sich jedoch gelohnt und wir durften ganz viele Elefanten beim Trinken beobachten … gigantisch. Das zweite Highlight war am Fluss. Wir bestaunten Hippos wie sie immer wieder aus dem Wasser hervorschielten und Luft holten, ein Krokodile was in der Ecke lag und wir durften dabei sein, wie eine Entenmutti ihre kleinen ins Wasser führte. Zum Schluss des jetzt schon wunderschönen Szenarios kam doch nicht wirklich noch ein Nashorn vorbei. Verrück. Kam schnellen Schrittes zum Wasser, trank und verließ dieses wunderschöne Fleckchen Erde und wir mittendrin.

Wir fuhren weiter in Richtung unseres Camps, streiften dabei eine Savannenlandschaft wie man sie sich vorstellt. Wir schauten zu unseren linken: Affen und Zebras. Dann fiel unserer Blick zur rechten und da Vogelklänge, Zebras, Gnus, Giraffen, Antilopen und weiter hinten streifte eine Elefantenherde die Landschaft. Unser Mund blieb offen bei diesem beeindruckenden Bild. Anschließend bezogen wir unsere Hütte und aßen noch unsere tollen Instantnudeln,. Danach ging es auf zur Nachtsafari.

 

Die Safari war na ja. Wir sahen nicht viele Tiere, jedoch kreuzten einige Buschbabys, Wildhunde und Hyänen unseren Weg. Nein, Leoparden und co. war da auch nicht zu sehen.

Tag 3 fing trotz des Späten ins Bett kommen zeitig an. Es war ein trüber Tag. Wir fuhren in den Park rein und kurz danach schauten wir uns an: „Komische Luft hier und da schau nur ganz viele Geier, oh krass so viele“. Wir knipsten also was das Zeug hält, fuhren weiter und der Gestank war schon fast unerträglich. Da Lag es; ein riesiges totes Tier und diese Aasfresser tummelt sich darum.

Die Fahrt ging weiter und wir sahen so viele Tiere wie noch nie an einem Tag. Aber die Big 5 haben wir auch an diesem Tag nicht vollgemacht. Dieser Leopard versteckt sich einfach zu gut vor uns 🙂  aber nicht so schlimm. Wir durften dafür Giraffen von ganz Nahen bewundern und staunten einfach nur über die Vielfalt und unterschiedliche Landschaft.

Tag 4 war nun schon dran. Die Tage verlaufen hier wie im Flug. Es stand der Morning Walk an. Dafür klingelte der Wecker um 4:00 Uhr morgens. Ach du meine Güte, so zeitig muss ich nicht mal zum Frühdienst aufstehen.

Also liefen wir zu unserer Abholstation, rauf auf den Truck und los ging die Fahrt. Ja, richtig die Fahrt. Wir fuhren erstmal ein kleines Stück zu unserem Startpoint. Dort erhielten wir noch die Regeln zum Verhalten in der Wildnis von unseren Guides erklärt. Beide gingen vor und wir wie im Entenmarsch hinterher. Sie erklärten uns viel über die Tiere. Wusstet ihr, dass sich in den Fäkalien von den Elefanten Termiten einnisten? So ganz nach dem Motto ätsche bätsch ich Wohne in der Schei… und ihr fresst mich dafür nicht. Es war einfach unbeschreiblich schön so durch die Wiesen zu ziehen. Vor unseren Füßen lag ein Nashorn-Skelettkopf und eine Büffelherde war vor unseren Augen; eine ganze Herde. Wir standen da, mucksmäuschenstill, haben den Lauten gelascht. Die Büffelherde schauten zu uns und wir zu ihnen. Fraßen gemütlich weiter und uns blieb der der Mund vor Staunen offen. Wir gingen weiter und weiter, die Herde blieb. Auf einmal Stopp, keep still, straight ahead and no photos please. Die Herde hat sich geteilt und wir nun mittendrin. Mein Herz pumpte und in meinem Magen wurde es flau. Jedoch hatten wir die ganze Zeit das Gefühl, dass die beiden wussten was zu tun war. Die Gefahr war nach einigen Minuten vorüber und wir sicher aus der Herde raus. Wir zogen noch an ein paar Zebras vorbei, blieben stehen und die Zebras auch. Wir hatten Zeit zum Bestaunen und Fotografieren. Sie konnten nach näherer von uns Betrachtung weiter fressen.

Dann gab es ein kleines Frühstück auf einem Stein. Ja und der Walk war schon fast zu Ende. Wie gingen zu unserem Truck zurück und fuhren zum Camp. Im laufe des Tages fuhren wir Richtung Ausgang und sahen noch vereinzelt Tiere. Kurz vor dem Ende sagte uns eine Elefantenherde und ein paar Nashörner goodbye.

Wir bezogen unsere Luxus-Unterkunft in Malelane und ließen die Tag Revue passieren.

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