Am 19.02. ging es auf nach Tasmanien. Leider mit ein paar Startschwierigkeiten aufgrund eines Fehlers unsererseits. Wir kamen mit dem Bus am Terminal des Flughafens an. Alles lief reibungslos und gut bis dahin …

Angekommen standen wir nun am Terminal bereit für den Self-Check-In. Nur leider gab es unser Flug nicht und die Maschine konnte mit unseren Namen auch nichts anfangen. Komisch … Da kam mir schon die erste Frage in den Kopf : „Wie viele Flughäfen hat Melbourne eigentlich?“ Robin: „Hm, hab immer gedacht nur einen.“ Ich: „Ich glaube es gibt mehr. Ich habe das dumme Gefühl, wir sind am falschen Flughafen.“ Lange rede kurzer Sinn. Wir waren echt am falschen Flughafen. Ach herje, das ist uns ja auch noch nie passiert. Wir konnten unseren Flug glücklicherweise auf den nächsten Flug umbuchen und bezahlten etwas Lehrgeld. Satte AU$ 50 pro Person; fast so viel wie der eigentliche Flug.

Nach diesem Patzer kamen wir natürlich später an. Mit dem Taxi ging es nur Ausleihstation des Campers und (nach ein paar Schwierigkeiten bzgl. der Kaution) konnten wir unseren Roadtrip starten. Zunächst hieß es Einkaufen. Wir besorgten uns erstmal Nahrung für die nächsten Tage. Danach parkten wir unseren Camper an einem schönen Plätzchen, aßen Mittag und besprachen unser weiteres Vorgehen. Nachdem wir dann alle Besorgungen erledigt hatten, entschieden wir uns gleich ein Stück weiter zu fahren. In der App WikiCamps suchten wir einen kostenlosen Schlafplatz.

Nach der ersten Nacht in unserem neuen zu Hause führte uns unserer Weg gleich zu einem Highlight von Tasmanien: den Freycinet Nationalpark.

Stellplatz am NP

Dort verbrachten wir 3 Tage. Auch hier half uns die App WikiCamps bei der Suche nach einen kostenfreien Schlafplatz und auch noch kostenlosen Duschen. Man muss noch vorher mal erwähnen, dass Australien super camperfreundlich ist und extrem viele saubere kostenfreie Duschplätze und Toiletten hat. Es einfach super genial. So etwas würde ich mir in Deutschland auch wünschen bzw. ganz ehrlich, wir wissen gar nicht, ob es so etwas gibt. Habt ihr vielleicht sogar mehr Erfahrung in Bezug auf Deutschland?

Am ersten Tag spazierten wir nur eine Runde am Strand entlang, machten die ersten Fotos und waren hin und weg. Wir genossen einfach, alles dabei zu haben.

Am zweiten Tag ging es zu der Wineglass Bay. Wir stiegen erst einmal bis zum Aussichtspunk auf und waren beinah geschockt wie viele Leute es auch hierher verschlagen hat. Aber mal ganz ehrlich, hätte uns schon klar sein müssen. Schließlich ist einer der 10 schönest Strände der Welt; natürlich kommen da alle hin. Nach einer schönen Aussicht entschieden wir uns für den Abstieg bis ganz nach unten ans türkisblaue Wasser.

Dort lagen wir eine Runde am Strand und beobachteten die Mutigen die in das wirklich kühle Nass gehüpft sind. Da wir es gar nicht mögen auf dem gleichen Weg zurück zu gehen starteten wir kurzerhand mit dem Rundweg Wineglass-Hazards Bay. Dieser führte uns auf ca 16 km entlang an einsamen Buchten, Strandabschnitten, kahlen Landschaften zurück zu unserem Van.

Wir übernachteten gleich noch eine zweite Nacht an der kostenfreien Unterkunft. Am dritten Tag entschlossen wir uns den Leuchtturm zu besichtigen und fuhren weiter Richtung Bicheno.

Auf dem Weg nach Bicheno
Auf dem Weg nach Bicheno

Dies ist eine kleine Stadt mit einem hervorragenden Tages-Campingplatz. Nachdem wir uns etwas leckeres zu Essen gezaubert hatten mit Blick aufs Meer, genossen wir noch die Sonne und trauten uns in das kühle Nass. Man muss dazu sagen, dass das Wasser wirklich sehr kalt war und wie von Südostasien definitiv wärmeres Wasser gewöhnt sind. Mit das Beste an diesem Platz war jedoch die WARM Dusche vor free am Strand (man muss auch noch sagen, die kostenfreien Duschen sind nicht immer Warm).

Möglichkeit zum Kochen mit Meerblick

Leider gab es in Bicheno keinen kostenfreien Platz für uns und deshalb zog es uns noch ein Stück weiter gen Norden. Hier fanden wir einen Traumplatz. Es gab nicht nur Meer sondern auch diese zwei Tierarten, den Gelbohr-Rabenkakadu und dieses neugierige Possum. Beim Einschlafen konnten wir noch die Wellen hören.

Der nächste Tag begrüßte uns mit Regen, Sturm und kälteren Temperaturen. Wir beschlossen uns weiter Richtung St. Helen fortzubewegen und peilten einen Bezahlplatz an. Wir mussten mal wieder Wäsche waschen, Strom und Wasser auftanken. Für so etwas ist doch solch ein regnerischer Tag einfach gut. Wir verbrachten also diesen Tag mit ganz alltäglichen Dingen.

St. Helens ist ein guter Ausgangspunt um die Bay of Fires anzuschauen. Dies ist ein langer Küstenabschnitt mit rot, orange gefärbten Felsen. Wir fuhren also die Küste entlang stoppten hier und da mal, genossen diesen tollen Abschnitt und ließen Karlsson mal wieder in die Luft. Er war genauso überrascht über die Schönheit.

Und wir haben unseren ersten Wombat gesehen. Der hat uns zwar etwas ausgeschnullert, ist erst ganz schnell ins Feld gehuscht, hat sich dort versteckt. Als wir dann nach wirklich 5-10min weitergefahren sind, kam er aus seinem Versteck. Wir also schnell zurück und noch ein Foto geschossen und dann war er auch wieder weg.

Danach entschieden wir uns einige km bis nach Launceston zu fahren.

Und hier noch etwas zur Orientierung

Zeitraum 19.02.2018-25.02.2018

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.