Nach den ganzen Besorgungen kamen wir am 25.02. im Narwantapu Nationalpark an. Dieser Nationalpark ist bekannt für seine vielen Kängurus und Wallebies. Wir blieben zwei Nächte dort. Am Eingang erhielten wir eine Karte über die ganzen Wanderwege. Es waren wirklich viele Möglichkeiten.

Also parkten wir unseren Camper, aßen etwas und zogen auch schon unsere Wanderschuhe an. Wir starteten zu unserem ersten Track. Dieser führte uns um ein See, direkt auf eine freie Wiesenlandschaft. Im Wald und Gebüsch raschelte es die ganze Zeit. Es war schon sehr aufregend, da durch zu gehen, da man auch beachten muss, dass der Park drei giftige Schlangenarten beherbergt. Auf der Wiese angekommen kann man die ganzen Kängurus sitzen, liegen und durch die Gegend hüpfend beobachten. Anfangs waren es nur eins, zwei und dann sahen wir so viele … es war echt verrückt. Ich fand es sogar etwas beängstigend, da die Tiere einen echt nah -mir zu nah- kamen bevor sie weiter hüpften.

Wir planten noch unsere nächste Tour und beobachteten die Tiere am Abend. Auch auf dem Campingplatz kommen die Tierchen einen echt nah.

Am nächsten Morgen starteten wir gegen späten Vormittag zu unserem nächsten Track. Es sollte eine große Runde werden; entlang des Meeres, rauf auf den Berg und zurück.

Irgendwie waren wir beide nicht ganz motiviert und so entschieden wir auf halber Strecke nach dem Bakers Beach den Weg abzukürzen. Wir sind nach dem Meer, Richtung Arches Knob abgebogen, auf dem Berg angekommen und dort sahen wir wirklich eine der giftigen Schlangen. Ich war sehr erschrocken, da sie sich echt an uns angeschlichen hat. Nach dem schreck ging es nach unten und auf der Wiese vom Vortag zurück.

Auf der Wiese war noch mehr los. Kängurus wohin das Auge reicht. Wir genossen die Sonne noch etwas, wuschen ein wenig Wäsche und brachten mal den Blog auf Vordermann.

Am dritten Tag packten wir unsere Sachen und machten uns auf in Richtung Cradle Mountain. Wir holten uns noch ein paar Infos ein und übernachteten an einer Campsite mitten im Wald am See. Es war traumhaft schön. Angekommen berichtete uns ein netter Mann, dass er gerade eben eine kleine Wombat-Familie über die Straße laufen sah. Also liefen wir noch ein kleines Stück in die Richtung und sahen wirklich Wombat-Mutti mit Baby, süß einfach nur süß.

Wir gingen früh zu Bett, da wir tags darauf in den Cradle Mountain – Lake St Clair Nationalpark zum wandern aufbrachen. Der NP ist sehr bekannt für seinen Overland Track. Dies ist ein Mehrertrages-Track quer durch den Nationalpark. Das Wetter war zu beginn noch so lala. Wir kamen trotz aller Bemühungen erst um 10 Uhr am Park an. Wir siegen in den Shuttle, der uns zu unserem Startpunkt bringen sollte. Auf dem Weg dahin fing es schon an zu regnen. Unser eigentliches Ziel war der Summit. Aber während des Beginns war uns schon klar, das wird wohl nix. Wir entschieden uns dann für einen Rundweg. Irgendwann hörte es sogar auf mit regnen. Wir waren so froh und entschieden uns kurzerhand den Weg noch etwas zu verlängern.

Als wir so liefen, fing es an zu donnern, der Regen setzte erneut ein, jedoch viel heftiger als am Vormittag. Es kam noch schlimmer … es begann zu blitzen, Hagel setzte auch noch ein. Wir waren zu diesem Zeitpunkt dummerweise auf einem Kam unterwegs, der uns sogar noch ein Stück höher führen sollte, um anschließend nur noch nach unten zu gehen. Uns blieb zeitweise nix anderes übrig, als einen halbwegs geeigneten Unterschlupf zu finden. Nachdem das Gewitter etwas weiter gezogen war, gingen wir schnellen Fußes den Kam nach oben und dann immer weiter nach unten. Wir waren noch nie so nass. Wir konnten sogar das Wasser aus unseren Wanderschuhen auskippen; irre. Am Camper angekommen entschlossen wir uns, eine Campsite aufzusuchen in der wir unsere Sachen trocknen konnten. Dies setzten wir dann auch in die Tat um und schmießen den Trockner an. Wir liehen uns noch ein Föhn und trockneten so unsere Schuhe, denn am nächsten Tag wollten wir doch noch die Spitze in Angriff nehmen.

Nach dem Gewitter auf dem Campingplatz

Früh machten wir unsere Augen auf und die Sonne lachte uns entgegen. All unsere Klamotten waren trocken und sauber und so starteten wir Versuch Nummer zwei. Wir stiegen erneut in den Shuttle und da berichtete uns die Busfahrerin, dass heute ein sehr starkes Lüftchen weht … na toll.

Wir liefen erst einmal los. Der Wind war teils stark, teils mild. Wir entschlossen uns den Summit-Track in Angriff zunehmen. Am Anfang ist dieser zwar steil nach oben, jedoch immer okay. Dann fängt man an über Steine zu steigen. Zum Schluss klettert man eigentlich nur noch. Man zieht sich an den Steinen nach oben und denkt sich nur „nicht nach unten schauen“. Oben angekommen genießt man eine wunderschöne Aussicht.

Nach einigen Fotos und Pause hieß es Abstieg. Zum Schluss des ganzen kommt man an einer Wiese raus, die bekannt dafür ist, dass man dort gut Wombats beobachten kann. Ja, es stimmt, man kann echt viele Tiere sehen. Genial. Obendrein konnten wir noch einen Langschnabel-Ameisenigel beobachten. Wir sahen den kleinen und größeren Tieren zu und stiegen zum Schluss wieder in den Shuttle der uns zu unserem Camper brachte.

Hier noch unsere Wanderrouten

Wir suchten uns noch eine Campingmöglichkeit und parkten den Camper wiedermal im Wald. Es war ein nettes Plätzchen nur leider waren auch viele Mücken da. Da der Nationalpark so groß ist, gibt es einen nördlichen Teil und eine südlichen Teil. Beide Teile sind nur über einen Mehrtagestrack (den o.g. Overland-Track) verbunden. Somit fuhren wir außen herum. Auf dem Weg in den südlichen Teil machten wir noch einige Abstecher nach Rosbery, Strahan, Queenstown.

Dies sind die westlichen Städte von Tasmanien. Auf dem Weg durch den Westen gibt es jede Menge Infos über den Bergbau von Tasmanien. Also hielten wir immer mal an, bestaunten die Landschaft und lasen die Infos.

Diesmal suchten wir uns mal wieder eine kostenfreie Campsite am See. Dorthin verirrte sich dann am Abend auch noch eine Pfadfindergruppe, herrlich.

Da wir unseres Ziel, den südlichen Teil des Cardle Mountain – Lake St Clair NP immer noch nicht erreicht haben, ging es für uns zeitig weiter. Wir durchquerten den Franklin Gordon Nationalpark. Dieser Nationalpark führt einen durch einen klein Teil des Regenwalds von Tasmanien. Auch hier gab es tolle Punkte an denen man anhalten und kleine Wege beschreiten kann. Durch ganz Tasmanien gibt es die sogenannten Great Short Walks; immer mit einem W und Wanderschuh abgebildet zu erkennen. Also stoppten wir zuerst an den Nelson Falls. Hier gab es einen gut präparierten Weg und der hübsche Wasserfall war schnell erreicht.

Weiter ging es zum Donaghys Hill.

Der Abschluss des ganzen war der Anfang des Mehrertrages Track zum Frenchman Cup. Dieser dauert ca 4-5 Tage und soll nach Angaben wesentlich anspruchsvoller als der Overland Track sein. Wir liefen nur bis zum Franklin River und überquert eine witzigen Brücke, auf der übrigens immer nur eine Person platz findet.

Nach zwei Tagen Autofahrt mit vielen kleine Stopps waren wir nun endlich am südlichen Punkt des Cradle Mountain – Lake St. Clair angekommen. Auch hier holten wir uns noch Infos über die Wanderungen ein und fanden einen tollen Stellplatz am Fluss. Dort hatten wir auch den ganzen Platz für uns.

Am nächsten Morgen zogen wir unsere Wanderschuhe an. Unsere Wahl fiel auf den Track „Mt. Rufus Circuit“.

Dieser führte uns durch Moswälder, steppenähnlicher Landschaft und zum Schluss zum See St Clair. Wir müssen jedoch zugeben, dass der Weg nicht unsere Lieblingsstrecke war. Irgendwie fanden wir den langweilig und liefen und liefen… Das muss auch mal geben, man kann ja nicht immer alles fantastisch finden, obwohl die Natur wirklich sehr beeindruckend war. Wahrscheinlich lag es einfach an der Länge des Weges. Laut der Karte des NP war der Weg 18 km; unsere App zum Aufzeichnen von Wegen meinte jedoch, dass wir fast das Doppelte gelaufen sind. Am Abend fuhren wir an unsere Campsite am Fluss zurück und entschlossen uns schon am nächsten Tag weiter zu ziehen.

Hier noch eine Weiterführung der Karte

Zeitraum 25.02.2018-04.03.2018

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