Willkommen Vietnam

Am 30.10. sind wir abends in Ho Chi Minh Stadt gelandet. Wir wurden gleich mit übelst vielen Rollern, neuen Gerüchen, vielen quasselnden Menschen und lauter Musik begrüßt. Wir haben noch nie so viele Roller gesehen, wirklich! Wir stiegen nach der Landung ins Taxi und ab ging es in die City. Nach einer ganzen Weile und jetzt schon tausend Mopes um uns herum, ließ uns unser Taxifahrer raus. Im gebrochenen Englisch gab er uns noch zu verstehen, dass er nicht mit dem Taxi zu unserem Hotel kommt. Wir okay, da laufen wir die letzten 400 m. Und auf einmal standen wir mitten in der Partymeile und um uns herum feiernde Halloween begeisterte Vietnamesen … unsere Gesichter strahlten. Es war zwar laut, stickig und eine ganz andere Mentalität als in Südafrika … aber uns hat es auf Anhieb gefallen.

Nachdem wir unser Hotel dann auch gefunden hatten, zog es uns gleich noch auf die Straße. Es gab das erste asiatische Essen, ach wir haben wir uns darauf gefreut. 

Am nächsten starteten wir unsere Sightseeingtour durch die verrückte und quirlige Stadt.

Notre-Dame-Basilika

Opera House

Danach sind wir von Ho Chi Minh nach Can Tho gefahren.

Es macht wieder so viel Spaß in die Busse einzusteigen und mit den einheimischen zu Fahren.

 

 

 

 

 

Can Tho ist eine „kleine“ Stadt mit keinen verrückten Highlights. Sie ist eher ein Ausgangspunkt für Touren auf dem Mekong. Durch u.a. geh-mal-reisen sind wir auf Linh gestoßen und haben uns bei ihr einquartiert.

Am nächsten Morgen wollten wir mit ihr eine Mekong Tour machen, aber es hat übelst geregnet, sodass sie uns früh 5 Uhr gefragt hat, ob wir das wirklich machen wollen. Sie schien auch nicht begeistert zu sein. Also haben wir abgelehnt. Danach konnte ich nicht mehr schlafen und wir waren beide ziemlich enttäuscht, weil wir extra deswegen nach Can Tho gefahren sind (und es mein Geburtstag war). Um uns einen Plan zu schmieden wie es weiter geht, haben wir erstmal nen Kaffee geholt und wollten danach zum Ufer. Kurz vor 10 Uhr fuhr auf einmal Linh auf ihrem Roller an uns vorbei, hielt an und fragte ob wir jetzt die Tour machen wollen, weil das andere Pärchen (was früh auch abgesagt hatte) die Tour unbedingt wollte. Dabei muss man sagen, dass die Stadt etwa 2 Mio. Einwohner hat. Das Zentrum ist zwar überschaubar, aber es ist trotzdem verrückt, dass sie uns extra gesucht und dann gefunden hat. Also sagten wir spontan zu und auf dem Roller von ihr und ihrer Mutti (die auch mit gesucht hat), ging es zurück ins Hotel. 20 Min. später fanden wir uns selber auf einem Roller wieder (ich als Fahrer) und fuhren zum Mekong. Da die Tour nicht wie geplant früh um 5:45 Uhr gestartet ist und wir aufgrund des Wetters den Floating Markt nicht sehen konnten, ging es vor der Tour auf einen anderen Markt.

Auf diesen gab es außer dem gewöhnlichen Obst, Gemüse und Fleisch auch Schildkröten, Krebse, Schlangen, Aale und alles andere mögliche. Schlangen und Aale hatte ich auf der Hand ^^

Danach ab aufs Boot und ab ging es zu den Einheimischen ans / aufs Land. Wir durften uns bei einer Familie anschauen wie sie leben und Linh zeigte uns wie man hier so sein Geld verdient.

Sie erzählte uns viel über die Lebensgewohnheiten und Esskultur. Wir durften viele Früchte kosten und lernten eine neue Art Ananas zu schneiden. Es war mega interessant.

Drachenfrucht
Pfeffer

 

 

 

 

 

 

 

 

Erstellung von Kohle zum Kochen (mit Linh)

Wir sind über Mini-Brücken gelaufen und Linh hat uns jeweils ein Bier ausgegeben, weil ich Geburtstag hatte 🙂

Bambus-Brücke
Geburtstagsbier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir fragten viel über Land und Leute und sie uns ebenso.

Nach der Rückkehr am Roller fragte sie uns, ob wir mutig sind und noch einmal durch die kleinen „Straßen“ mit dem Roller fahren wollen, weil wir ihr so sympathisch waren und so viel wissen wollten. Aber natürlich wollten wir das. Über Stock und Stein und sehr vielen rutschigen Stellen ging es durch den Wald neben und über dem Fluss entlang durch die „Dörfer“. Das andere Pärchen fuhr getrennt auf zwei Rollern als Sozius mit. Der andere Fahrer und Linh unterhielten sich zwischendurch immer wieder mal miteinander. Wie sich herausstellte wogen sie ab, ob der Weg nicht für mich als Fahrer zu riskant wäre. Linh aber hatte anscheinend ein gutes Gefühl und so durften wir die ländliche Gegend erkunden. Zurück in Can Tho haben wir alle noch gemeinsam gegessen.

Abends mussten wir unsere Pläne für die nächsten Tage erst einmal weiter schmieden. Linh hat uns angeboten, uns zu helfen und das war Gold wert! Durch ihr sehr gutes Englisch konnten wir ihr sagen, was wir vorhaben und sie organisierte uns ein Taxi, ein Bus und gab zahlreiche weitere Infos. Sie schrieb uns einen „Mutti“-Zettel und mit dem zogen wir los. Linh ist einfach spitze. Sie ist ein wenig verrückt und man merkt ihr an, dass ihr der Beruf als Guide absolut Spaß macht.

Am nächsten Tag mussten wir zeitig aufstehen, denn wie sich bei der Planung zeigte, gab es nur eine Möglichkeit an unser Ziel an einem Tag zu kommen. 4:30 Uhr hat der Wecker geklingelt … kurz nach 5 Uhr saßen wir im Taxi und gleich im Anschluss im Sammelbus der Einheimischen nach Soc Trang. In der Provinzhauptstadt angekommen fuhren wir auf Motorradtaxis zum Office der Fähre, die wir benötigten. Zufrieden, dass dank Linh alles geklappt hatte, spazierten wir rein und dann kam die Enttäuschung. Die Dame erklärte uns im bruchstückhaften Englisch, dass die Fähre wegen eines Sturms nicht fährt. Sie wisse auch nicht, ob sie morgen fährt. 🙁 Nun war der ganze Plan erst einmal übern Haufen geworfen. Übermüdet und auch etwas hungrig eine Entscheidung zu treffen, liegt uns definitiv nicht. Dennoch entschieden wir uns letztendlich dafür, in dem Städtchen zu bleiben.

Als wir vollgepackt mit unseren Rucksäcken aus dem Office raus sind, wurden wir bis zum Hotel nur noch angeschaut, belächelt und begutachtet. An vielen Ecken riefen die Leute uns ein Hallo zu oder winkten ganz aufgeregt. Gefühlt waren wir die Attraktion des Tages. 🙂

Wir haben auch später keinen einzigen westlichen Touristen gesehen. 😀 Englisch spricht hier so gut wie niemand und wenn dann nur wenige Sätze. Somit läuft sämtliche Kommunikation über Hand, Fuß, komische Zeichen und manchmal über den Google Übersetzer, was beiderseits meist mit einem Lachen endet, weil die Sätze hinten und vorn nicht passen.  🙈

Wir kauften uns auf einem Markt noch ein paar Früchte und probierten das erste mal Jackfruit. Letztes Jahr haben wir in Malaysia die Durian probiert und es war schrecklich ekelig. Jackfruit ist echt lecker und hat den Test bestanden.

Abends zogen wir noch einmal durch die Stadt und waren überrascht wie toll beleuchtet alles ist. Leider hatten wir keine Kamera dabei und somit gibt es nur das Handy-Foto.

Wir hoffen nun, dass wir wirklich auf die Fähre können. Wir werden berichten wie die Geschichte ausgegangen ist 😉

6 thoughts on “Die erste Tage auf einem neuen Kontinent

  1. Huhu ihr zwei, ich lese mit Begeisterung eure Berichte und bin immer wieder fasziniert von euren Videos und Bildern. Jeden Tag schau ich in euren Blog, ob es was neues gibt. Ich hab schon zu Micha gesagt das ich sehr begeistert von Südafrika bin. Da möchte ich auch mal hin, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Also so in 18 Jahren 😂 Ich muss Robins Mama Recht geben beim lesen hat man das Gefühl mit dabei zu sein. (Ich denke das es die Mama geschrieben hat) Bis bald 😗

    1. Juhu, na dann lass die Kinder groß werden 🙂 und wir freuen uns sehr, wenn euch die Beiträge gefallen. Ja vielleicht können wir sogar den einen oder anderen inspirieren auf sein eigenes Abenteuer zu starten.

  2. Hallo ihr Lieben,
    Ich muss hier auch mal nen Kommentar los werden. Mir geht’s wie den anderen und ich kann mir alles bildlich vorstellen.
    Ich schaue regelmäßig ob es was neues von euch gibt uns freue mich, wenn es endlich wieder was zu lesen oder zu gucken😉 gibt.
    Ihr macht das toll !!!
    Grüße aus dem verregneten Leipzig.

    1. Hallo liebe Anett, ach herrlich hier von dir zu lesen. Vielen Dank für dein Lob. Mir zaubert es immer ein Lächeln ins Gesicht, wenn ich neue Kommentare entdecke. Und dann noch welche, die uns noch so schmeicheln. 🙂 Liebe Grüße aus Vietnam

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